Bereits während ihres Studiums der Germanistik, Anglistik und Pädagogik an der Universität Köln arbeitete sie ab 1968 zunächst als Moderatorin, dann als freie Reporterin, später als festangestellte Redakteurin und Programmgruppenleiterin für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln. Dort sammelte sie 1968 im Alter von 21 Jahren erste Moderationserfahrung im WDR-Morgen-Magazin, bei dem sie bis 1974 mitwirkte. von 1969 bis 1971 war sie Fernsehreporterin bei der Nachrichtensendung Hier und Heute. 1972 moderierte sie als erste weibliche Moderatorin das TV-Tages-Magazin und bekam dadurch als erste deutsche Reporterin einen Jahresvertrag bei der BBC für die Sendung Midweek. Mit dem „aktuellen Sportstudio“ im ZDF wurde sie erste Sport-Moderatorin im deutschen Fernsehen. Zwischen 1974 und 1994 erfand sie als Redaktionsleiterin und Moderatorin mit Hallo Ü-Wagen die erste Mitmach-Sendung im Rundfunk, in der sie auf den Tag 20 Jahre wöchentlich Menschen zu vom Publikum angeregten Alltags- und Tabuthemen mit Experten, Expertinnen und Publikum live interviewte. Ab 1976 entwickelte sie eine der ersten Selbsthilfegruppen Deutschlands.

1989 erweiterte der WDR sein Organigramm um die Programmgruppe Forum für Mitmach-Sendungen, deren Chefin Carmen Thomas dann fast 10 Jahre lang war. Von 1990 bis zu ihrem Ausscheiden 2006 war sie WDR-Programmgruppenleiterin. Das Wirtschaftsmagazin Forbes zählte sie 1990 zu den 100 einflussreichsten Frauen Deutschlands.

Carmen Thomas lehrte 13 Jahre lang an Universitäten und coacht seit 1980 Menschen in der Wirtschaft, der Politik und in den Medien. Seit 2001 ist sie geschäftsführende Direktorin der 1. ModerationsAkademie für Medien + Wirtschaft Carmen Thomas in Engelskirchen.

Thomas veröffentlichte 15 Bücher, darunter 1993 ihr erfolgreichstes Buch Ein ganz besonderer Saft – Urin über Urin in der Landwirtschaft, im Handwerk, im Haushalt und als Eigenharnbehandlung, das 2013 als Jubiläumsausgabe mit den neuen Informationen erschien, dass Astronauten der ISS ihren Urin trinken, Roboteringenieure der Universität in Bristol Handystrom aus Urin erzeugen, nigerianische Schülerinnen einen Generator zum Betreiben von Glühbirnen bauten, die Universität Berkeley in Kalifornien für urinbetriebene Batterien eine Auszeichnung erhielt und chinesische Nanotechnologen bei der BBC mit einem wissenschaftlichen Artikel zitiert werden, der vom erfolgreichen Zähnezüchten aus Urin berichtet. Ein weiterer Bestseller, Berührungsängste? Vom Umgang mit der Leiche, erschien 1994. Zehn der Bücher befassen sich mit der praktischen Kommunikation mit sich selbst und mit anderen.

(Quelle: Wikipedia)